Dr. Werner Fasslabend






Wirtschaft und Arbeit im sozialen Österreich

Größter Beschäftigungszuwachs seit August 1992

Die Beschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 55.000 angestiegen. Das ist der höchste Anstieg seit August 1992. Der Anstieg der Beschäftigung ist damit deutlich stärker ausgefallen als in den zuletzt veröffentlichen Schätzungen des BMWA. Daraus ergibt sich für Österreich eine Beschäftigungsquote von 5,5 Prozent (nach der traditionellen nationalen Berechnungsmethode. Gemäß EUROSTAT-Methode beträgt die Arbeitslosenquote 4,8 Prozent).



Abfertigung Neu ist Erfolgsgeschichte


Die vor dreieinhalb Jahren eingeführte "Abfertigung neu" (betriebliche Mitarbeitervorsorge) ist ein Erfolgsmodell. Zum Stichtag 31. Mai 2006 haben bereits 1,878.813 Personen Anwartschaftszeiten nach dem Betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetz (BMVG) erworben. Die Zahl der "aktuellen Anwartschaften" (Personen mit Anwartschaftszeiten, für die laufend Beiträge abgeführt werden) liegt bei 1,235.534. Das auf einem gemeinsamen Vorschlag der Sozialpartner beruhende System entwickelt sich dynamisch und erfolgreich ! Die "Abfertigung neu" bietet sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern signifikante Vorteile. Mit dem gesetzlich verankerten Beitragssatz werden unvorhersehbare massive finanzielle Belastungen der Betriebe vermieden. Diese haben bei der "Abfertigung alt" mitunter die Existenz von Kleinunternehmen bedroht. Mit der Beitragsleistung sind jetzt die Abfertigungsverpflichtungen für den Arbeitgeber vollständig erfüllt. Den Arbeitnehmern wiederum bleiben ihre Ansprüche auch bei Selbstkündigung erhalten. "Haben im alten System nur rund 15 Prozent der Arbeitnehmer eine Abfertigung erhalten, so sichert das neue Modell Ansprüche für alle Arbeitnehmer. Das ist ein Gewinn für Arbeitnehmer und Betriebe und damit für den Arbeits- und Wirtschaftsstandort Österreich!"


Wichtige soziale Errungenschaften als Bundesobmann des ÖAAB und Mitglied des Sozialausschusses




Größter Beschäftigungszuwachs seit August 1992

Die Beschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 55.000 angestiegen. Das ist der höchste Anstieg seit August 1992. Der Anstieg der Beschäftigung ist damit deutlich stärker ausgefallen als in den zuletzt veröffentlichen Schätzungen des BMWA. Daraus ergibt sich für Österreich eine Beschäftigungsquote von 5,5 Prozent (nach der traditionellen nationalen Berechnungsmethode. Gemäß EUROSTAT-Methode beträgt die Arbeitslosenquote 4,8 Prozent). Von den einzelnen Bundesländern liegen nach nationaler Berechnung die Werte in Wien, Burgenland, und Niederösterreich über diesem Österreich-Durchschnitt, die Steiermark trifft ihn genau, Kärnten. Vorarlberg, Oberösterreich, Tirol und Salzburg bleiben darunter.

Die 196.699 mit Ende Juli als arbeitslos vorgemerkten Personen bedeuten im Jahresvergleich einen Rückgang von -14.196 bzw. -6,7 Prozent. Das zeigt wie im Vormonat eine deutliche Abnahme der Arbeitslosigkeit und ist eine Bestätigung der im März dieses Jahres angelaufenen Trendwende. 11 Prozent der vorgemerkten Personen haben eine Einstellzusage für einen neuen Arbeitsplatz. Wie bereits in den Vormonaten ist auch Ende Juli der Rückgang der vorgemerkten Personen in allen Bundesländern zu beobachten. Die Abnahme bei Männern fällt etwas stärker aus als bei Frauen. Die Zahl der vorgemerkten inländischen Arbeitskräfte liegt unter dem Vorjahreswert.Das stabile Wirtschaftswachstum führt im Sachgüterbereich und auch im Bau zu überdurchschnittlich rückläufigen Arbeitslosenzahlen. Die günstige Entwicklung hat zudem nunmehr alle wichtigen Branchen erfasst. Auch im Tourismus ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen Ende Juli zurück gegangen. Obgleich der Zustrom von Arbeitskräften aus Deutschland nach wie vor anhält, bleibt der Anstieg des gesamten Arbeitskräftepotentials unter den Zuwächsen des Vorjahres. Mit Anfang Jänner startete die große Qualifizierungs- und Beschäftigungsinitiative "Unternehmen Arbeitsplatz".

Die Bundesregierung hat im Rahmen des Beschäftigungsförderungsgesetzes Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen für mehr als 60.000 Personen zusätzlich eingerichtet. Dafür werden aus dem Budget 285 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Aufgrund dieser Initiative ist die Zahl der Personen in Schulungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice gegenüber dem Vorjahreswert angestiegen. Nach wie vor Arbeitslosigkeit steigernd wirkt allerdings die sozialpolitische Verbesserung für Personen, die auf Grund eines zu hohen Partnereinkommens keinen Anspruch auf Notstandshilfe haben und sich zur Wahrung von Pensionsversicherungszeiten beim Arbeitsmarktservice vormerken lassen können. Da dieser Personenkreis vor dieser Änderung zum Großteil auf eine Vormerkung verzichtete, erhöht diese Maßnahme die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit um rund 1.000 Personen. EUROSTAT weist für den Juli 2006 noch keinen aktuellen Wert für die Arbeitslosenquote Österreichs aus. Die vorläufige Fortschreibung des AMS Österreich zur Arbeitslosenquote gemäß EUROSTAT-Methode beträgt für den Juli 4,8 Prozent.

Die österreichische Arbeitslosenquote lag im Juni 2006 mit 4,9 Prozent nach den Niederlanden, Dänemark, Irland und Luxemburg im Spitzenfeld der Europäischen Union. Die Arbeitslosenquote der EU-25 beträgt 8,1 Prozent und liegt damit weiterhin deutlich über dem österreichischen Wert. Der Jahresdurchschnittswert 2005 für Österreich beläuft sich nach der neuen Berechnungsmethode auf 5,2 Prozent. Der positive Trend bei der Entwicklung der offenen Stellen hält weiter an: Ende Juli 2006 liegt die Zahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Deutliche Zuwächse verzeichnen vor allem die unternehmensbezogenen Dienstleistungen sowie die Sachgütererzeugung. Einen Anstieg gibt es auch im Fremdenverkehr, im Bauwesen und im Handel. Die durchschnittliche Dauer einer Arbeitslosigkeitsepisode lag Ende Juli 2006 bei 102 Tagen. Die aktuelle Verweildauer liegt somit um 8 Tage unter dem Wert vom Juli 2005. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit einer Vormerkdauer über einem Jahr ist Ende Juli 2006 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres kräftig zurückgegangen. Ende Juli 2006 ist die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern rückläufig. Auch die Jugendarbeitslosigkeit hat im Juli 2006 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres abgenommen. Die Jugendarbeitslosenquote (15 bis 24 Jahre) nach EUROSTAT liegt mit 9,6 Prozent (Juni 2006) nach wie vor deutlich unter dem europäischen Durchschnitt (EU-25) von 17,4 prozent (Juni 2006). Österreich liegt damit nach den Niederlanden, Dänemark, Irland und Litauen weiterhin im Spitzenfeld der Europäischen Union. Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Juli 2005 gesunken. Lehrstellenmarkt Im Juli 2006 liegt im Vergleich mit Juli 2005 ein Rückgang der Lehrstellensuchenden vor. Bei den gemeldeten offenen Lehrstellen ist eine deutliche Zunahme zu verzeichnen.

Im Auftrag des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit werden bis zu 8.000 Ausbildungsplätze für Jugendliche, die keinen entsprechenden Lehrplatz bzw. Arbeitsplatz finden, zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden im Rahmen des so genannten "Blum-Bonus" Lehrstellen, die von Betrieben zusätzlich geschaffen werden, mit einem pauschalierten Zuschuss zu den Kosten der Lehrausbildung gefördert. Vor allem auf Grund dieser Initiative steigt nunmehr die Zahl der Lehrlinge und Lehranfänger erstmals seit Ende der 90er-Jahre wieder deutlich an. Ende Dezember 2005 waren in der Folge mehr Lehrlinge in Beschäftigung als im Vorjahr. Ende Juli 2006 ist bei den vorgemerkten Arbeitslosen mit höherer Schulbildung, mit akademischer Ausbildung, mit Lehrausbildung sowie mit Pflichtschulabschluss ein Rückgang zu verzeichnen. Anteilsmäßig entfallen rund 77 Prozent des Bestandes aller Arbeitslosen auf Personen ohne abgeschlossene Schule sowie Personen mit Pflichtschulabschluss oder Lehrabschluss (ohne Meisterprüfung). Mit 49.542 liegt die Zahl der Personen in Schulungen im Juli 2006 um + 9.219 über dem Vorjahresniveau. Die Schulungsaktivitäten steigen in allen Altersgruppen und in allen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Die stärksten absoluten Zuwächse an Schulungsteilnahmen verzeichnet die Steiermark, Wien, Niederösterreich und Oberösterreich.




Siehe auch:



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Am wichtigsten ist es, dass die Menschen Arbeit haben

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Besuch des LPPH Orth/Donau

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Gespräch im AMS Gänserndorf gemeinsam mit AMS-Leiterin Waltraud Hackenberg und AMS NÖ-Chef Homrighausen

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Vorstellung des neuen Kindergeldes in der Gemeinde Mannsdorf

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BM a.D. Abg.z.NR Dr. Werner Fasslabend: E-Mail: werner@fasslabend.at